• Historische Verantwortung und die Verpflichtung zur aktiven Erinnerung.

    Die Gedenkstätte Köpenicker Blutwoche bewahrt die Erinnerung an den SA-Terror vom 20. bis 24. Juni 1933. Hunderte von Bürgerinnen und Bürgern wurden von der Straße, aus ihren Wohnungen, von ihren Arbeitsstätten verschleppt und gefoltert. Mindestens 23 Menschen wurden ermordet, viele der Überlebenden blieben ihr Leben lang gezeichent von den Folgen der erlittenen äußeren und inneren Verletzungen. Das prägt Opferfamilien bis heute.

    Die Gedenkstätte befindet sich in einem Teil des ehemaligen Amstgefängnisses von Köpenick. Die Ausstellung entspricht nicht mehr dem Stand der Forschung und kann keine zeitgemäße Vermittlung leisten. Das Bezirksamt von Treptow-Köpenick ist der bereits 2018 von der von einem hochkarätig besetzten Fachkuratoriums vorgelegten Konzeption nicht nachgekommen. Das Kuratorium ist 2024 aus Protest zurückgetreten. Der Hauptteil des Gebäudes ist 2023 durch schwere Versäumnisse des Bezirks und des Landes Berlin bis 2033 weiter vermietet worden.

    Der offene Brief fordert umgehende Handlung des Bezirks und des Landes Berlin. Die Gedenkstätte hat Bedeutung für das ganze Land und den Umgang mit seiner NS-Vergangenheit.

    Stefka Ammon und Yves Müller, April 2026


    Köpenicker Blutwoche

    Chronik der Gedenkstätte

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