Die Gedenkstätte Köpenicker Blutwoche bewahrt die Erinnerung an den SA-Terror vom 20. bis 24. Juni 1933. Hunderte von Bürgerinnen und Bürgern wurden von der Straße, aus ihren Wohnungen, von ihren Arbeitsstätten verschleppt und gefoltert. Mindestens 23 Menschen wurden ermordet, viele der Überlebenden blieben ihr Leben lang gezeichnet von den Folgen der erlittenen äußeren und inneren Verletzungen. Das prägt Familien bis heute.
Die Gedenkstätte befindet sich in einem Teil des ehemaligen Amtsgerichtsgefängnisses von Köpenick. Die derzeitige Ausstellung kann keine zeitgemäße Vermittlung leisten.
Durch eklatante Versäumnisse des Bezirksamtes und des Landes Berlin ist eine vollständige Anmietung des Gebäudes frühestens 2033 vorgesehen. Damit ist die Zukunft der Gedenkstätte völlig unsicher.
Der Offene Brief fordert umgehende Handlung des Bezirks und des Landes Berlin. Die Gedenkstätte hat Bedeutung für das ganze Land und den Umgang mit seiner NS-Vergangenheit.
Stefka Ammon und Yves Müller, April 2026
